Fragen und Antworten zu Hüft OP und Hüftoperation

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Das Hüftgelenk und die Operation, Teil 1

Das Hüftgelenk und die Operation, Teil 2

Sie haben noch Fragen zu Hüft op oder Hüftschmerzen ?

Buchvorstellung Arthrose und künstliches Hüft-und Kniegelenk

Wie hoch liegt die Lebensdauer einer McMinn Hüftkappe ?

Aufenthaltslänge im Krankenhaus nach einer Hüft-op ?

Für wen ist der Hüftoberflächenersatz geeignet?

Was ist eine McMinn Prothese?

Welcher Sport kann mit einer McMinn-Hüfte ausgeübt werden?

Können beide Hüften gleichzeitig operiert werden?

Wie groß ist die Operationsnarbe?

Fragen und Antworten zur Hüftkappe bzw. zu Hüftoperation.

Wie hoch liegt die Komplikationsrate bei der McMinn Hüfte?

Welche Alternativen bieten sich für eine Hüft-op an ?

Wieviele McMinn Prothesen wurden bis jetzt eingesetzt ?

Für wen ist der Hüftoberflächenersatz nicht geeignet?

Fragen und Antworten zu: Hüft OP und Hüftoperation

Die BHR (Birmingham Hip Resurfacing), ist eine Hüft-Oberflächenersatzprothese mit Metall-auf-Metall-Komponenten, die bei Finsbury Orthopaedics International in England hergestellt werden.
McMinn ist der Autor (auch Erfinder) dieses Prothesenmodells.

Vor allem für den jung und jung gebliebenen aktiven Patienten.
Eine Altersbeschränkung gibt es bedingt, indem Erfahrungswerte eine durchschnittliche Höchstgrenze von 60 Lebensjahren vorsieht. Dies ist aber im Einzelfall zu werten, da die biologische Knochenstruktur eine wesentliche Rolle spielt.

Osteoporose, ausgesprochene Abweichungen von Knochen oder Femurkopf und Fälle, in denen die Beinlänge und Biomechanik nicht wiederhergestellt werden können.

In Deutschland wurden seit 1998 über 4.500 Versorgungen durchgeführt. Weltweit liegen die Versorgungen bei über 40.000.

Der wichtigste Aspekt ist die minimale Knochenresektion. Da man heutzutage von einer durchschnittlichen Lebensdauer eines Hüftimplantates von ca. 15 Jahre ausgeht, muss ein jüngerer Patient statistisch mit einer Revision rechnen.
Hier bietet die Methode n.McMinn einfache Rückzugsmöglichkeit zu einer konventionellen Schaftprothese. Dabei muss nicht das ganze Implantat entfernt werden.

Weiterhin bringt der dem natürlichen Gelenk entsprechende Implantat-Kopfdurchmesser eine bessere Stabilität, größeren Bewegungsablauf und somit ein minimiertes Luxationsrisiko.

Hier bieten sich verschiedene Prothesenmodelle an, wie z.B. Schenkelhalsprothesen oder Kurzschaftprothesen. Diese weisen gegenüber den konventionellen Schaftprothesen eine minimalere Knochenresektion auf.

Objektiv liegen nach klinischen Erfahrungswerten die Komplikationsraten bei ca. 2 bis 2,5% nach ca. 6 Jahren.
Die Hauptkomplikation liegt in der Schenkelhalsfraktur (>50%), wenn der Knochen das Implantat nicht mehr tragen kann.

Auch mit den vielen Vorteilen einer Oberflächenersatzprothese ist zu beachten, dass jedes Kunstgelenk ein Fremdkörper im Organismus ist. Daher besteht stets ein Risiko hinsichtlich der Verträglichkeit und ist auch nicht zu eliminieren.

Hier einige Risiken die bei allen Hüftoperationen auftreten können:
Früh- und Spätinfektion, Verkalkungen mit Bewegungseinschränkung, Knochenfrakturen, mechanische oder infektiöse Auslockerung des Implantates, Luxationen.

Durch die breite Akzeptanz der McMinn Methode in den letzten Jahren, kommen mehr und mehr vergleichbare Methoden auf den Markt. Hierzu liegen aber meist keine langjährigen klinischen Erfahrungswerte vor.
Derzeit sind auf dem Markt insgesamt 8 verschiedene Oberflächenersatzprothesen erhältlich, die im Einzelnen Vor- und Nachteile mit sich bringen. Hierzu die Empfehlung, Erfahrungswerte bei Vertreibern und Klinikern erfragen.

Bei der Oberflächenersatzprothese wird lediglich die Oberfläche entfernt, wobei die Vollprothese die Resektion des Hüftkopfes vorsieht.

Die schlechten Ergebnisse der Wagner Prothese sind hauptsächlich auf die schlechten Eigenschaften der Reibungspaare (Metall-auf-Polyethylen oder Keramik-auf-Polyethylen) zurückzuführen und nicht auf das chirurgische Verfahren an sich.  Das Hauptproblem bei jungen und/oder aktiven Patienten war der Polyethylenverschleiß mit Osteolyse (Knochenresorption) und Lösen der Prothese als Folge.
Insbesonders bei der Wagner Prothese mit einem großen Metallkopf in einer dünnen Polyethylen-Pfanne ist der Polyetylenverschleiß bis zu 20mal größer als bei einer klassischen totalen Hüftprothese.

Derzeit fehlen noch die Langzeitergebnisse (Studien) über 8 Jahre. Die Frage kann daher noch nicht beantwortet werden.
Wir hoffen, dass im Gegensatz zu einer klassischen Prothese, diese Art von Prothese bei jungen und aktiven Patienten möglichst mehr als 10 Jahre hält. Wenn keine Osteolyse (Knochenresorption) oder ein messbarer Verschleiß des Friktionspaares auftritt, kann die BHR ein sehr langes Leben haben.

Es hat in der Vergangenheit bereits Metall-auf-Metall-Prothesen gegeben, die länger als 30 Jahre gehalten haben.

Aus der Erfahrung heraus können Sportarten wie Reiten, Golf, Triathlon, Tennis, Windsurfers auf wilden Wogen, Bergsteigen etc. Natürlich muss letztendlich der behandelnde Chirurg die Konstitution des einzelnen Patienten begutachten und Empfehlungen aussprechen.

Grundsätzlich sind die Kosten in der Klinik über den Kostenträger durch eine verhandelte Fallpauschale abgedeckt.

Die Materialkosten für eine Oberflächenersatzprothese liegen derzeit noch erheblich über den Kosten einer konventionellen Schaftprothese. Durch die Gesundheitsstruktur und der damit verbundenen Sparmaßnahmen, kommt es mittlerweile in vielen Kliniken zu einer so genannten Zuzahlung für Sachkosten. Hierbei treten unterschiedliche Kosten für den Patienten zwischen 1.000 und 1.500€, die auch nicht durch den Kostenträger (Krankenkasse) übernommen werden.

In letzter Zeit wurde zunehmend die Wirkung von physiotherapeutischen Maßnahmen im Vorfeld einer Hüftendoprothese-Operation untersucht und die Wirksamkeit von physiotherapeutischen Maßnahmen im Vorfeld einer Hüftendoprothese-Operation ist in mehreren Studien belegt worden.
Physiotherapie im Vorfeld einer Hüft-OP kann helfen auch bei fortgeschrittener Arthrose die Symptome zu lindern und die Patienten gehen mit einem besseren körperlichen Zustand in die Operation.

Es konnte u.a. bewiesen werden, dass sich die Lebensqualität der Menschen, die auf eine Hüftoperation warten, durch präoperative Physiotherapie verbessert und dass positive Effekte der Physiotherapie auch noch nach der Operation zu finden sind.
Laut einer aktuellen Studie lassen sich durch präoperative Physiotherapie die postoperativen Maßnahmen um ca. 29% reduzieren.

Die Narbe nach einer Hüftoberflächenersatzprothese ist gegenüber einer konventionellen Schaftprothese länger, abhängig vom Schwierigkeitsgrad der Operation (z.B. Neueingriff) und der Weichteilschicht des Patienten, liegt diese bei ca. 15-20cm und zwar aus technisch-anatomischen Gründen (es ist mehr Platz notwendig, da der Hüftkopf erhalten bleibt).

Durch modifizierte Zugänge zum Hüftgelenk kann es u.a. sein, dass bei einigen Chirurgen die Narbe kürzer ausfällt.

Nein, eine größere Narbe bedeutet nicht, dass am Gewebe mehr Schaden angerichtet wird. Im Gegenteil. Wenn es notwendig erscheint, einen größeren Einschnitt zu machen, um bessere Sicht zu erhalten und die Komponenten genauer platzieren zu können, wird der Chirurg das sicherlich tun. Das gesamte Gewebe heilt schließlich danach anatomisch, einschließlich des Schleimbeutels.

Der postoperative Schmerz wird nicht von der Länge der Narbe beeinflusst !

In der Regel liegt der stationäre Aufenthalt je nach Klinik zwischen 7 und 14 Tagen.

Der Schmerz ist hauptsächlich im Leistenbereich fühlbar, kann jedoch auch im ganzen Oberschenkel, Rücken und Knie auftreten.

Es wurden bereits in Einzelfällen, auch auf Wunsch, beidseitige Hüftoperationen durchgeführt (mit positivem Verlauf). Es ist aber Standardmäßig nicht zu empfehlen, beide Hüften gleichzeitig operieren zu lassen, da die Komplikationsrisiken größer werden.
Eine Wartezeit von 3 Monaten bis zum Zweiteingriff ist empfehlenswert.

Normalerweise nimmt der Schmerz in den ersten Tagen nach der Operation ab, es kann jedoch einige Monate dauern, bis alle Unannehmlichkeiten vorbei sind. Die Schwellung des Beins ist eine Folge von Störung der Blutrückführung aus dem Bein nach der Operation. Die vollständige Heilung kann ebenfalls einige Monate dauern.

Vermeiden Sie in den ersten drei Monaten hohe Hacken. Im Übrigen bestehen keine Einschränkungen.

Es wird bereits einige Tage nach der Operation begonnen, in Begleitung eines Physiotherapeuten Treppen zu laufen.
Allerdings in eigenem Tempo.

Bei einer klassischen totalen Hüftarthroplastik ist es die ersten 4-6 Wochen ausgeschlossen, selbst das Auto zu fahren. Danach hängt es davon ab, wie lange es dauert, um schmerzfreie Kontrolle über das Bein zu bekommen.
Im Falle eines Oberflächenersatzes besteht gelegentlich bereits nach 2-4 Wochen die Möglichkeit dazu !

Übertreiben Sie es nicht mit dem Üben. Das wirkt gegenteilig und schmerzt. Regelmäßiges Üben bei mäßiger Intensität ist ideal. Je aktiver Sie sind, desto schneller verläuft die Rehabilitation.
Alles jedoch in Maßen !

Es gehört in den Bereich der Fabeln, dass man nur zweimal pro Seite eine Prothese einsetzen kann. Die Anzahl Revisionseingriffe ist unbegrenzt, solange genug Knochen vorhanden ist und die körperliche Beschaffenheit gegeben ist.

Die Komponenten bestehen aus Kobalt Chrom Molebdenlegierung mit Anteilen von Nickel. Es besteht ein minimaler Abrieb von Metallionen der zum größten Teil ausgeschieden wird und zum geringeren Teil im Körper verbleibt.
Derzeit sind noch keine uns bekannten Langzeitschäden wie Krebs bekannt geworden. Jedoch sollte bei Niereninsofizienz, bzw. Dialysepatienten umgehend ein fachlich medizinischer Rat hinzugezogen werden. Es könnte zu einer nicht kontrollierbaren Anhäufung von Metallionen im Blut kommen, die schwere Schädigungen hervorrufen können.

Eine Beurteilung des behandelnden Mediziners sollte auf jeden Fall hinzugezogen werden.

Aus den Erfahrungen heraus sind der größte Teil von Nickelallergien Hautbezogen und rufen nach einer Versorgung mit einer im Vorpunkt genannten Legierung keine Reaktionen hervor.

Es gibt hierzu eine Veröffentlichung einer Münchener Arbeitsgruppe, die sie unter info@ortho24.org anfordern können (allg. Allergien bei Nickelimplantaten).

ArztFinder ortho24.com

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Jörg Däumer

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